Körperbasierte Heilarbeit

Körperbasierte Heilarbeit

Es gibt keinen Geist, der nicht Körper, keinen Körper, der nicht Geist ist.
Dr. Gabor Maté

Was bedeutet ‚körperbasierte Heilarbeit‘?

Heilarbeit ist ein ganzheitlicher Vorgang, der von verschiedenen Ebenen aus initiiert werden kann. Da Körper, Geist und Seele eine untrennbare Einheit bilden, ist es schwierig, eine Krankheit oder einen Gemütszustand auf eine rein körperliche oder rein psychische Ebene zu beschränken.

Selbstverständlich braucht ein Knochenbruch eine andere Art der Heil-Behandlung als eine Depression. Und dennoch hinterlässt ein Knochenbruch auch eine Veränderung auf der geistig-seelischen Ebene und eine Depression hat physische Aspekte und kann über die Aktivierung des Körpers (Atmung, Bewegung, Singen) verbessert werden.

Bei Schmerzen, Verspannungen, chronisch gewordenen Spannungsmustern, Erschöpfungszuständen oder Haltungsproblemen arbeite ich mit sanften, nicht-invasiven Techniken, die die Selbstheilung aktivieren, Blockaden lösen und den Körper wieder in eine Balance bringen.

Wie läuft eine Behandlung ab?

Die 60-75 minütige Behandlung findet auf einer Massageliege statt. Da Sie die Kleidung anbehalten, ist nur zu berücksichtigen, dass Sie Kleidung tragen sollten, die die Beweglichkeit nicht allzu weit einschränkt.

Mit den Mitteln der Alexandertechnik geht es im ersten Schritt darum, die (meist unbewussten) Spannungen zu lösen, sodass der Körper sich wieder in seine vollständige Länge und Weite lösen kann. Genaueres über die Methode, die der Australier F.M. Alexander vor ca. 130 Jahren entwickelte, um seine übermässigen Spannungen „zu verlernen“, finden Sie hier.

Als Folge des Spannungsabbaus der Muskeln und der Faszien reguliert sich das Nervensystem neu.

Denn oft führt eine längere oder andauernde Belastung dazu, dass sich unser sympathisches Nervensystem – für Anspannung und den Leistungsmodus zuständig – nicht mehr entspannen kann.

Das bedeutet: der Herzrhythmus ist erhöht, die Gedanken kreisen unaufhörlich, eine permanente Unruhe ist zu spüren. Da hilft die Alexandertechnik zuverlässig, um die Aktivierung des parasympathischen Teils des Nervensystems zu erreichen. Dieser „Gegenspieler“ des sympathischen Nervensystems ermöglicht uns, zu entspannen und besonnen in uns selbst zu ruhen.

Damit ist der Weg bereitet, um sich intensiver mit den Körperregionen zu befassen, die Ihnen Schmerzen oder Schwierigkeiten bereiten. Dabei bleibt meine Arbeit sanft, nicht-invasiv (keine Massage), aber erreicht dennoch die tiefen Gewebeschichten. Basierend auf der biodynamischen Craniosacral-Methode, einem Teilbereich der Osteopathie, werden die verschiedenen Gewebeschichten in eine regenerative Schwingung gebracht. Immer ganzheitlich gedacht, können sich Verhärtungen, Verspannungen oder Blockaden lösen. Man erlebt diese Arbeit als sehr beruhigend und fällt mitunter in eine schlafähnliche Entspannung. In diesem Zustand finden jedoch sehr komplexe und regenerative Prozesse statt, deswegen ist es ein durchaus erwünschter Nebeneffekt.

Ist der Körper auf diese Art geöffnet und gelöst, wende ich mich im dritten Schritt mit rein energetischen Heilmethoden den feinstofflichen Ebenen zu, dem Energiefeld, das sich unmittelbar um den Körper herum befindet. Hier zeigen sich ebenfalls bestimmte Ungleichgewichte oder aktuelle, belastende Themen, die jetzt  eingeladen werden, in Bewegung zu kommen. Oder es zeigen sich im Körpergedächtnis gespeicherte traumatische Situationen (wie ein Unfall, eine OP, ein Schockzustand,…) die jetzt in Bewegung – und damit in eine Lösung – kommen.

Abschließend ist noch Zeit für eine Reflexion darüber, was sich verändert hat, welche Gefühle, Bilder oder Körpersensationen spürbar wurden.

Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian Morgenstern